Letzte Aktualisierung: 03. März 2010
 

ECP bei entzündlichen Hauterkrankungen



Die neuronale Toxizität des ECP kann zu einem Juckreiz führen und die zirkulierenden ECP-Spiegel können einen Hinweis auf den Schweregrad verschiedener Hauterkrankungen geben. Patienten mit papulösen Erythemen und Prurigo nodularis weisen erhöhte ECP-Spiegel auf, welche sich bei Abheilung normalisieren (3,9). Verschiedene Arbeitsgruppen stellten fest, dass die ECP-Spiegel im Serum die Aktivität der atopischen Dermatitis (AD) widerspiegeln (8,9). Das gewöhnlich verwendete klinische Score-System beinhaltet Lichenifikation, Schlafverlust, Erytheme, Papula, Hautjucken und Exkoriationen.

Czech et al. konnten zeigen, dass das ECP mit jedem dieser Symptome korreliert und meist eine hohe Korrelation zum klinischen Gesamt-Score aufweist (8). Obwohl das Auftreten einer atopischen Dermatitis von einer Änderung immunologischer Parameter, wie z.B. des Gesamt-IgE verbunden ist, sind die Gesamt-IgE Spiegel im Serum nicht so hoch mit den klinischen Symptomen korreliert, wie die ECP-Spiegel.

Quelle: http://www.dpc-biermann.de/allergie/immulite2.htm



Prurigo nodularis

Die Prurigo nodularis ist ein sehr häufig auftretender knotiger, meist exkoriierter Residualzustand bei Erkrankungen, die mit Juckreiz einhergehen. Gegenstand der Untersuchungen war die Beteiligung von sensorischen Neuropeptiden an diesem Krankheitsbild. Die histologischen Untersuchungen zeigten, daß es sich bei den Knoten um reaktive Hautveränderungen handelt, die mit Epidermishyperplasie und Fibrosierung der Dermis einhergehen. Es wurden spezielle Fixierungs- und Visualisierungsmethoden entwickelt, um in situ die sensorischen Neuropeptide darzustellen. Wie in Untersuchungen mit dem konfokalen Laserscan-Mikroskop gezeigt werden konnte, treten bei der Prurigo nodularis reaktive Nervenhyperplasien mit einer Überexpression von Substanz P sowie Calcitonin-gene-related-peptide auf. Während der Juckreizphasen ließ sich auch erstmals in situ die extrazelluläre Sekretion dieser Neuropeptide nachweisen. Ausgehend von diesen Befunden wurden in einer Pilotstudie 33 Patienten, die an Prurigo nodularis unterschiedlicher Genese litten, mit Capsaicin behandelt. Capsaicin ist ein pflanzliches Alkaloid, das nach konsequenter topischer Anwendung eine Depletion verschiedener Neuropeptide bedingt. Es konnte gezeigt werden, daß Capsaicin zu einer effizienten und selektiven Ausschaltung des Juckreizes bei allen Patienten führte, damit einhergehend kam es auch zu einer Abheilung der knotigen Läsionen. In den immunhistochemischen Untersuchungen bestätigte sich der Wirkmechanismus von Capsaicin; die kleinsten Nervenelemente im Papillarkörper und in der Epidermis verloren vollständig die Expression von Substanz P und Calcitonin-gene-related-peptide. Um etwaige neurotoxische Effekte von Capsaicin auszuschließen, wurden bei den Patienten Verlaufsbiopsien durchgeführt und elektronenmikroskopisch untersucht. Dabei ergaben sich keine Hinweise für degenerative Veränderungen der Hautnerven, entsprechend waren bei den Patienten auch keine sensorischen Ausfälle zu verzeichnen. In der vorgelegten Studie konnten die Wirksamkeit und die risikolose Anwendung von Capsaicin bei Prurigo nodularis belegt werden.

Quelle: http://www.uni-muenster.de/Rektorat/Forschungsberichte-1997-1998/fo05aec01.htm



http://www.psoriasis-netz.de
http://www.mundofree.com/esperantistoj/prurigo.htm
http://www.uni-duesseldorf.de/WWW/AWMF/ll/013-048.htm